Raureif-Makrofotografie mit Tamrons exzellentem 90mm Makro

Die Makrofotografie hat mir schon immer Spaß bereit. Leider besitze ich kein Makroobjektiv für meine Fuji. Glücklicherweise ergab sich die Möglichkeit, das berühmte Tamron SP AF 90mm F/2.8 Di MACRO 1:1 VC USD an einer Nikon D7200 testen.

Frozen Grass

Nach Weihnachten 2017 war es recht kalt bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit, was dazu führte, dass sich an Pflanzen und Bäumen Raureif bildete. Eine schöne Möglichkeit das Tamron-Makro und die Nikon zu testen.

Pattern of Frost

Makrofotografie und Schärfentiefe

Obwohl die Nikon auch bei höheren ISO-Werten hervorragende Leistungen mit geringen Bildrauschen liefert, habe ich mich dennoch entschieden, nicht über 800 ISO zu hinauszugehen, um eine Verringerung des Dynamikumfangs und somit ein Auswaschen von hellen oder dunklen Bildelementen zu vermeiden. Das Tamron ist stabilisiert (VC) und ermöglicht so Freihandaufnahmen bei längeren Verschlusszeiten. Ich verwendete es jedoch mit einem Stativ. Dies gab mir mehr Flexibilität. Denn so war es mir möglich, die Blende zu schließen, um mehr Schärfentiefe zu erreichen. Diese ist im Makrobereich sehr gering, weshalb Abblenden umso wichtiger ist..

In einigen Fällen reichte F8 nicht aus, um die gewünschte Schärfe zu erreichen. Bei offenblendigen Aufnahmen (2,8) bei 90mm Brennweite (an der D7200 werden daraus 135mm und Blende F3,5) ist die Schärfe im Makrobereich nur Millimeter tief. Wenn Sie mit diesem Objektiv aufgeblendet fotografieren, können Sie Personen wunderbar freistellen und vor dem Hintergrund isolieren. Im Makro-Bereich ergibt sich jedoch nur ein winziger Bruchteil der Schärfe, die für die meisten Pflanzen, Blüten oder Insekten zu wenig. Abblenden ist daher ein Muss. Trotzdem erhält man im Nahbereich bei Blende 8 einen wunderbar cremig-unscharfen Hintergrund.

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Backlight and Frost

Wieder etwas gelernt

Trotz der Kälte war es eine Freude, mit dieser Kombination zu fotografieren. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich weder mit dem Objektiv noch mit der Kamera vertraut war. Leider unterschätzte ich die geringe Schärfentiefe bei Makroaufnahmen. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte die Blende mehr geschlossen. Die Nikon bietet eine Tiefenschärfe-Vorschau, die ich verwendet habe, aber Sucher und Kameramonitor waren zu klein, um diese feinen Details zu erkennen. Vielleicht war es einfach zu kalt, um es sich genau anzusehen.

Hoarfrost on Grass
Bearbeitung in Lightroom

Diese Bilder wurden in Lightroom mit meinem Standard-Prozess bearbeitet. Dazu gehören, das Öffnen von Schatten und Lichtern, das Hinzufügen von etwas mehr Gesamtkontrast, insbesondere durch die Anpassung der dunklen und hellen Mitteltöne.

Normalerweise füge ich etwas Klarheit hinzu, um den Mikrokontrast und die Schärfe zu verbessern. Den Dunst Enfernen-Regler ziehe ich meistens nur ein wenig nach rechts oder fasse ihn überhaupt nicht an. Dieser verbessert den Schärfeeindruck und den Kontrast und kann unabhängig von der tatsächlichen Unschärfe verwendet werden.

Farbe entsättige ich gerne etwas. Ich habe ich festgestellt, dass eine leichte Entsättigung oft ein guter Weg ist, um Kontrast und Atmosphäre zu optimieren. Um dies zu erreichen, stelle ich die Farben individuell ein (unter HSL/ Farben/S/W). Ich benutze selten den allgemeinen Sättigungsregler. Außerdem ist es einfacher, mit entsättigten Farbtöne Farbstimmung hervorzuheben. So betone ich einzelne Farben, indem ich sie leicht anhebe. Da der Rest abgesenkt, laufe ich weniger Gefahr, es mit der Farbigkeit zu übertreiben.

Korrekturpinsel, Verlaufsfilter und Radialfilter nutze ich, um einzelne Bereich gezielt abzuwedeln oder nachzubelichten. Die meisten dieser Optimierung sind subtil, kombiniert machen sie einen großen Unterschied.

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Winter Shadows

Einschätzung Tamron 90mm Makro und Nikon D7200

Das Tamron SP AF 90mm F/2.8 Di MACRO 1:1 VC USD hat einen legendären Ruf und das völlig zu recht. Schon bei offener Blende ist es knackscharf und das Bokeh ist dabei wunderbar weich. Hinzu kommen die Wetterfestigkeit, der schnelle Autofokus und der gute Bildstabilisator. Würde ich mit Nikon oder Canon fotografieren, führte kein Weg an diesem Objektiv vorbei.

Die Nikon D7200 ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Zwar gibt es mittlerweile D7500 und D500, beide mit neuem Sensor und Autofokus. Doch das macht die D7200 nicht schlechter. Es gibt sie nach wie vor neu zu kaufen und sie darf sicherlich als Preis-Leistungs-Schnäppchen bezeichnet werden.


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