Schlechtes Wetter, ein altes Minolta 1.7 55mm und eine Fuji X-T2

Zum Fotografieren bracht es keinen Sonnenschein. Im Gegenteil: Der schadet oftmals nur. Besser sind weiches Licht und Feuchtigkeit. In solchen Bedingungen habe ich das Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm an der Fuji X-T2 getestet.

Water drops in the Mist - Minolta 1.7 55 and Fuji X-T2

Wassertropfen im Dunst – Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm und Fuji X-T2

Gutes Wetter – total überbewertet

Man braucht kein großartiges Wetter, um beeindruckende Aufnahmen zu erhalten. Im Gegenteil. Wenn es trüb und dunkel ist, dann gibt es kein grelles Licht, keinen extremen Kontrast, harte Schatten und strahlende Farben, die versuchen, die Show zu stehlen. Kommt noch Feuchtigkeit und winterliche Bedingungen hinzu, bildet sich schnell Nebel, der sich als Wassertropfen auf Blättern und Blüten sammelt. Und dank der Kälte und der Nässe verschwinden diese Wassertropfen nicht einfach so. Man könnte fast sagen, dass sie nur darauf warten, dass jemand vorbeikommt, um sie endlich abzulichten.

Farben und Wassertropfen – Fuji X-T2 mit Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Farben und Wassertropfen – Fuji X-T2 mit Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Manuelles Fokussieren an der Fuji X-T2

Dies waren die Bedingungen, wie ich sie an einem Wintermorgen vorfand. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, meine Neuerwerbung, ein altes Minolta MC Rokkor-PF 55mm f/1.7 an der Fuji X-T2 zu testen. Kein Wind, keine bewegten Objekte, die Fokussierung sollte kein Problem darstellen. Im Prinzip war es so auch. Denn dank des großen Suchers der Fuji und der Möglichkeit, Fokus-Peaking und Lupe zu nutzen, war das Fokussieren recht einfach.

Mit Einschränkungen, denn bei Blende 1.7 ist die Schärfentiefe recht dünn, was eine genaue Fokussierung erfordert. Die geringste Bewegung, entweder von mir selbst oder vom Objekt, und der Fokus sitzt nicht mehr. Kein Wunder, dass ich einige Schüsse verpasst habe.

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Eindruck Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Es ist kein Problem mit dem Minolta offenblendig zu fotografieren. Es bildet schon bei Blende 1.7 wirklich scharf ab. Auch ansonsten ist das Objektiv eine reine Freude. Für kleines Geld bekommt man ein antikes Juwel, das noch heute zu überzeugen weiß. Meines Erachtens braucht es sich nicht, hinter modernen Festbrennweiten zu verstecken. Das Fokussieren geht leicht und geschmeidig und die Verarbeitungsqualität ist hervorragend. Nimmt man es in die Hand, ist man überrascht, wie schwer es ist.

Blätter mit Wassertropfen – Fuji X-T2 mit Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Blätter mit Wassertropfen – Fuji X-T2 mit Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Jede Menge Schärfe und ansprechendes Bokeh

Das Schließen der Blende auf f/2.8 oder etwas weiter, half beim Fokussieren und ermöglichte es, dennoch den Hintergrund unscharf zu halten. Es verbesserte etwas die ohnehin sehr gute Gesamtschärfe und den Kontrast. Generell gilt, trifft man den Fokus, erhält man scharfe, kontrastreiche Bilder. Nachbereitung am Computer ist somit eine Freude. Offenblendig geschossene Fotos überzeugen neben einer knackigen Schärfe mit einem weichen Bokeh. Auch wenn ich Blätter und Wassertropfen fotografiert habe, ist es sicherlich ein Objektiv an dem Porträtfotografen ihre helle Freude haben werden. Habe ich schon geschrieben, dass man es für kleines Geld bekommt.

Wassertropfen in Schwarz und Weiß – Fuji X-T2 mit Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Wassertropfen in Schwarz und Weiß – Fuji X-T2 mit Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm

Zusammenfassung

Das Minolta MC Rokkor-PF 1.7 55mm, die Fuji X-T2 und trübes Wetter – eine großartige Kombination. Ich hatte jede Menge Spaß und das Minolta hat gute Chancen eines meiner Lieblingsobjektive zu werden.


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